Hier findest du die wichtigsten Informationen rund um die Tannheimer Hütte, einer Schutzhütte der Kategorie I des Deutschen Alpenvereins. Denk immer daran, dass eine Alpenvereinshütte kein Hotel ist und oben in den Bergen nicht jeder Talkomfort geboten werden kann.

Anreise, Parken & Zustieg

 

Ausgangspunkt: Nesselwängle, Tannheimer Tal

Anreise mit dem ÖPNV: Mit dem Zug über Kempten oder Garmisch-Partenkirchen bis nach Reutte (A) und von dort weiter mit dem Regionalbus 120 nach Nesselwängle. Aktuelle Fahrpläne siehe >hier 

Und auch mit dem Allgäuer Bergbus kommst du auf der Tannheimer-Tal-Route von Kempten direkt zum Ausgangspunkt am Wanderparkplatz. Den aktuellen Fahrplan findest du >hier

Anreise mit dem PKW: Nach Nesselwängle, Tannheimer Tal und dort auf dem Wanderparkplatz am westlichen Ortsausgang (Parkplatz Gimpelhaus) parken. 

Zustieg: Vom Wanderparkplatz auf einfachem Wanderweg über das Gimpelhaus, ca. 1,5h, Detailinfos siehe >hier, alternative Zustiegsmöglichkeit etwas weiter östlich ca. 2h siehe >hier 

Was muss ich auf der Hütte dabei haben?

Folgende Ausrüstungsgegenstände solltest du bei einer Wanderung mit Hüttenübernachtung unbedingt im Rucksack haben:

  • Mitgliedsausweis für Alpenvereinsmitglieder (für Nichtmitglieder besteht die Möglichkeit, direkt auf der Hütte Mitglied zu werden und so in den Genuss vergünstigter Übernachtungspreise zu kommen)
  • ausreichend Bargeld - Kartenzahlung ist auf der Hütte nicht möglich
  • aus hygienischen Gründen ist ein Hüttenschlafsack aus Baumwolle oder Seide Pflicht 
  • Müllbeutel - um die eigenen Abfälle wieder mit ins Tal zu nehmen
  • Stirnlampe zur nächtlichen Orientierung auf der Hütte/im Schlafraum
  • Hüttenschuhe - die Schlafräume dürfen nicht mit Bergschuhen betreten werden; es sind keine Hüttenschuhe vorhanden
  • kleines Handtuch & Waschutensilien
  • ggf. Ohrstöpsel

Die Grundausstattung für Wanderungen/Bergtouren:  

  • stabile, gut eingelaufene Bergschuhe
  • Rucksack
  • ggf. Trekkingstöcke 
  • Wetter-/Regenschutz (Jacke & Hose)
  • Sonnenschutz (Mütze und Creme)
  • ggf. Ersatzwäsche zum Wechseln
  • Handschuhe und Mütze oder Schlauchtuch - auch im Sommer
  • Notfallausrüstung: erste Hilfe-Set mit Rettungsdecke und Blasenpflastern, Karte, ggf. Kompass & Höhenmesser, Biwaksack, Mobiltelefon
  • Trinkflasche & Tagesverpflegung
  • ggf. Taschenmesser & Sitzunterlage
  • Mülltüte

Hinweise zur Bettwanzenprävention

Die Tannheimer Hütte ist bettwanzenfrei - und das soll auch so bleiben. Aber: Wo viele Menschen schlafen, finden sich manchmal ungebetene Gäste. Sie sind weder gesundheitsschädlich, noch haben sie etwas mit der Sauberkeit der Hütte zu tun. Bettwanzen werden meist mit Rucksäcken oder Textilien verschleppt. Da Bettwanzen lästig sind, bitten wir alle Gäste, folgende präventiven Hygienehinweise zu beachten:

  • Den Rucksack nicht auf die Matratzen stellen oder ausleeren
  • Die Matratzen mit möglichst wenigen persönlichen Gegenständen und Textilien in Kontakt bringen
  • Rucksäcke in größtmöglicher Entfernung zum Schlafplatz geschlossen aufbewahren und nach Möglichkeit aufhängen
  • Bekleidung auf Haken hängen
  • Getragene Wäsche möglichst fest verschlossen in Plastiktüten aufbewahren

Bitte achte darauf, dass Du keine Bettwanzen aus einer anderen Unterkunft zu uns bringst. Daher empfehlen wir dir, insbesondere deinen Hüttenschlafsack regelmäßig zu reinigen, um eine ungewollte Übertragung zu verhindern.

Hüttenordnung

Auf der Tannheimer Hütte gilt die Hütten- und Tarifordnung des Deutschen Alpenvereins.

Hüttenwirte

Eigentümer der Hütte ist die DAV-Sektion Allgäu-Kempten, betrieben und bewirtschaftet wird sie von den Hüttenwirtsleuten Andrea Walch und Dietmar Köhlbichler.

Hüttentechnik

Die Versorgung einer Alpenvereinshütte ist ein komplexes Unterfangen - hier findest du ein paar interessante Facts über die Hüttentechnik der Tannheimer Hütte: 

  • Wasserversorgung: Das Wasser kommt aus einer nahegelegenen Quelle und wird zunächst in der Quellfassung aufgefangen. Von dort wird es über eine Leitung in einen Wasserspeicher (Hochbehälter) gepumpt. Dies ist notwendig, um einen ausreichenden Puffer für die wechselnden tageszeitlichen Bedarfe zu haben. Vom Hochbehälter fließt das Wasser direkt in die Hütte, wo mittels einer Druckerhöhungsanlage der erforderliche Wasserdruck für die Hütte erzeugt wird.
  • Wasseraufbereitung: Das Trinkwasser wird durch ein aufwendiges Aufbereitungssystem geleitet: Zunächst erfolgt eine Filterung des Wassers durch immer feiner werdende Filter. Im Anschluss wird das Wasser mit einer sehr starken UV-Anlage bestrahlt und erhält dadurch Trinkwasserqualität. Auch wenn das Wasser ab der Quelle bereits sehr sauber ist, können z. B. starke Niederschläge oder große Trockenheit das Wasser leicht verunreinigen. Durch die hauseigene Wasseraufbereitung können diese natürlichen Qualitätsschwankungen im Wasser ausgeglichen werden. Die einwandfreie Qualität des Trinkwassers wird übrigens jährlich durch ein Labor untersucht und die Unbedenklichkeit bestätigt.
  • Warmwasser: Das Wasser wird über den Strom aus der PV-Anlage erwärmt. 
  • Abwasserentsorgung: Das Abwasser der Hütte wird über eine eigene Abwasserleitung ins Tal geschickt, wo es in den regulären Abwasserkreislauf eingespeist wird. 
  • Strom: Die Hütte wird durch eine Stromleitung aus dem Tal mit Strom versorgt. Zusätzlich gibt es eine Photovoltaik-Anlage mit einem Batteriespeicher, der überschüssigen Strom speichert und bei Bedarf wieder in das Hüttennetz einpeist. 
  • Internet: Das Haus wird über das normale Mobilfunknetz mit Internet versorgt. Diese Verbindungsform ist aufgrund der schlechten Netzabdeckung in der Region leider sehr langsam. Das Internet ist für die Hüttenwirte sehr wichtig, um die Reservierungen anzunehmen und zu verwalten, Bestellungen zu tätigen, den Kontakt zur Außenwelt im Tal zu halten und um Notrufe abzusetzen. Daher kann das Internet leider nicht öffentlich angeboten werden. 
  • Materialseilbahn: Über die Materialseilbahn wird die Hütte mit Lebensmitteln, Getränken und sonstigen Materialien versorgt. Sie hat eine Nutzlast von 250 kg und braucht ca. 15 Minuten für eine einfache Fahrt. Die Bahn muss sowohl im Tal als auch am Berg händisch be- und entladen werden.