Die AÜW Allgäu Moves haben sich mittlerweile zu einem echten Klassiker in der süddeutschen Kletterszene etabliert und zogen auch bei der mittlerweile siebten Auflage wieder über 320 Boulderer aller Alters- und Leistungsklassen an. Damit gehört der Wettkampf zu den teilnehmerstärksten Kletterwettkämpfen Deutschlands. Nach sieben Wochen Qualifikationszeit, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst viele der 120 Qualifikationsboulder klettern mussten, standen die besten 80 weiblichen und 80 männlichen Teilnehmer fest, die es ins Halbfinale geschafft hatten. In den Wochen zuvor hatten die Allgäu Mover wieder gemeinsam an den Qualifikationsbouldern getüftelt und den ganz besonderen Spirit der Allgäu Moves gelebt, bei dem sich Kletter*innen aller Alters- und Leistungsklassen gegenseitig anfeuern und helfen, die Boulder zu knacken. Auf die besten 80 Damen und Herren des Rankings warteten am vergangenen Samstag beim Halbfinalevent schließlich noch einmal 35 brandneue Boulder.
Und hier hieß es dann wieder bis zur letzten Minute der sechs Stunden Kletterzeit: Alles geben und die letzten Hautreserven opfern! Für die besten sechs Damen und sechs Herren des Rankings war der Klettertag mit dem Ende der Halbfinalzeit um 16 Uhr allerdings noch nicht zu Ende, denn es wartete ja noch das große Finale am Abend. Vor vollem Haus und bei großartiger Stimmung lieferten die Finalistinnen und Finalisten hier dann eine große Show – und das, obwohl allen bereits ein langer Bouldertag in den Knochen steckte und alle bereits durchgekletterte Finger hatten. Das begeisterte Publikum sah viele spektakuläre Begehungen der Finalboulder – die Routenbaucrew hatten hier wieder tief in die Trickkiste gegriffen und das komplette Anforderungsprofil von athletisch bis technisch abgefragt.
Bei den Damen sah es vor dem Halbfinale nach einer klaren Sache für die die zweimalige Allgäu-Moves-Siegerin Catrin Gorzellik (DAV Reutlingen) aus, die die Qualifikation mit deutlichem Vorsprung als Erste abgeschlossen hatte. Und so war es eine echte Überraschung, als nach dem Halbfinale die junge Münchnerin Aleksandra Mishan (USC München) die Wertung anführte. Die frischgebackene bayerische U15-Jugendmeisterin im Bouldern zeigte dann auch im Finale, dass sie zurzeit in einer bestechenden Form ist: Mishan machte sich einen kleinen Patzer von Catrin Gorzellik an Boulder Nummer zwei zu Nutze und sicherte sich mit vier Top-Begehungen knapp, aber verdient den Sieg. Gorzellik konnte ebenfalls alle vier Finalboulder klettern, benötigte dafür aber einen Versuch mehr. Mit drei Tops und einer weiteren Zonenwertung boulderte Clara Notholt (Isny) auf Platz drei.
Und auch bei den Herren ging der Sieg dieses Mal nicht an den Favoriten: Thomas Knab (Team Kraftwerk Biessenhofen), der sowohl die Qualifikation als auch das Halbfinale als Führender abschließen konnte, zeigte im Finale Nerven und wurde am Ende mit nur einem gekletterten Finalboulder und zwei weiteren Zonenwertungen Sechster. Dafür legte aber sein Teamkollege Josef Eberle einen beeindruckenden Auftritt hin und sicherte sich mit drei Tops und einer Zone nicht nur sein erstes Allgäu-Moves-Podium, sondern gleich seinen ersten Sieg. Diesen hatte er sich vor allem mit einem hart erkämpften Top am spektakulären letzten Boulder verdient. Ein weiteres Top gelang hier nur noch dem ehemaligen Nationalkaderathleten Moritz Winkler (DAV Stuttgart), der sich mit insgesamt drei Tops hinter Eberle Platz zwei sichern konnte. Auf Platz drei folgte mit zwei gekletterten Bouldern und zwei weiteren Zonenwertungen Lokalmatador Lorenz Naumann (DAV Allgäu-Kempten). Als eine besonders harte Nuss erwies sich Boulder Nummer drei: Keinem der Finalisten gelang es, den athletischen und pressigen Boulder weiter als zur Zone zu klettern.
In den Altersklassenwertungen, die aus dem Halbfinalergebnis herausgerechnet wurden, war es in diesem Jahr besonders spannend: Vor allem in den Ü-Klassen waren im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal deutlich mehr Teilnehmer*innen vertreten und zeigten, dass auch im reiferen Alter noch ganz schön schwer gebouldert wird. Am Ende machten hier in der Ü50 Patricia Bauer und Elmar König das Rennen, gefolgt von Eva Hammächer-Keller und Ilhan Aslan auf Platz zwei sowie Uli Wachter und Michael Weiss auf Rang drei. In der Klasse Ü40 wiederholten Sarah und Mario Ziebold ihre Siege aus dem letzten Jahr, auf Platz zwei boulderten Lisa Thiemann und Markus Musil, gefolgt von Alexandra Gotschke und Alex Scola. Die Siege in der U16-Klasse gingen an Aleksandra Mishan und Samuel Fischle, Platz zwei an Milla Waidelich und Jonathan Richter, Platz drei an Ronja Mayer und Balduin Hintze.
Den Link zur Ergebnisliste und eine große Fotogalerie von Markus Kroha findet ihr >hier
Wir sagen allen unseren Partnern und Allgäu Movern ein Riesen-Dankeschön, dass ihr diesen Wettkampf Jahr für Jahr zu etwas Besonderem macht und freuen uns jetzt schon auf die 8. Auflage 2027!
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